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Azubi im Interview - Alissa Huber

Alissa Huber (18 Jahre alt) absolviert eine Ausbildung als Heilerziehungspflegerin im Martinshaus Berghausen.
 

Warum haben Sie sich für die Ausbildung in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung entschieden?

Quelle: Badischer Landesverein für Innere Mission

Alissa Huber: Für mich stand schon früh fest, dass ich etwas Soziales machen möchte. Ein Bürojob wäre nichts für mich. Deswegen habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr und ein längeres Praktikum in der Behindertenarbeit gemacht. Da habe ich erlebt, dass die Arbeit mit Menschen mit Behinderung sehr abwechslungsreich ist – und eine tolle Herausforderung.

Sie arbeiten in der Tagesförderstätte des Martinshauses. Was sind dort Ihre Aufgaben?

Wir kümmern uns tagsüber um Menschen für die zum Beispiel die Arbeit in einer Behindertenwerkstatt zu anstrengend wäre. Ich unterstütze sie in allen Alltagssituationen oder entwickle Aktivitäten, um ihre Selbstständigkeit zu fördern. Dabei kann ich schon viel eigenverantwortlich arbeiten, als und bin Teil eines eingespielten Teams aus netten Kolleginnen.

Sie klingen begeistert. Gibt es auch etwas, dass Ihnen gar nicht gefällt?

Klar hat jeder gerne mal Urlaub. Aber ich genieße jeden Tag im Martinshaus. Es geht hier sehr familiär zu. Die Menschen sind mir ans Herz gewachsen und ich freue mich auf das, was passiert. Als Azubi leiste ich viel, bekomme persönlich aber auch unglaublich viel zurück.

Trotz aller Bemühungen um Inklusion, viele sind unsicher im Kontakt mit behinderten Menschen. Haben Sie einen Tipp?

Ich rate allen, bloß keine Scheu zu haben. Menschen mit Behinderung sind ganz normal. Die haben Herz, Lunge, Leber – wie jeder andere auch. Sobald man sie kennenlernt, verliert man seine Vorurteile. Deswegen lade ich immer ein, hier einfach mal reinzuschauen.

Quelle: Badischer Landesverein für Innere Mission

Was muss man mitbringen um als Heilerziehungspflegerin zu arbeiten?

Einfühlungsvermögen, starke Nerven und die richtige Einstellung, um auf Menschen zugehen zu können. Heilerziehungspfleger sind Vertrauenspersonen und Vorbilder. Um das sein zu können, muss man sich hinstellen und zeigen, wer man ist. 

Wie geht es für Sie nach Ihrer Ausbildung weiter?

Meinem Beruf bleibe ich sicher treu. Gerne würde ich mich zur Tiertherapeutin weiterbilden. Ich bin selbst sehr tierlieb und merke immer wieder, dass Menschen mit Behinderung zum Beispiel auf Hunde oder Pferde unglaublich positiv reagieren.

Weitere Informationen zur Ausbildung als Heilerziehungspfleger/in