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Azubi im Interview - Roberto Bohun

Roberto Bohun (24 Jahre) absolviert eine Ausbildung als Altenpfleger im Friedensheim.
 
 

Warum haben Sie sich für eine Ausbildung in einem Pflegeheim entschieden?

Quelle: Badischer Landesverein für Innere Mission / Jonas Moosmüller
Roberto Bohun: Eigentlich wollte ich Krankenpfleger werden. Erst durch den Tipp einer Verwandten bin ich auf die Altenpflege aufmerksam geworden. Und jetzt merke ich, dass ich meinem Wunschberuf näher bin als gedacht – nur dass es im Krankenhaus darum geht, Menschen gesund zu machen und hier, Ihren Zustand solange wie möglich zu erhalten.

Was haben Sie sonst noch festgestellt?

Dass die Anforderungen unglaublich vielfältig sind. Viele denken, bei uns geht es nur um Körperpflege. Als Altenpfleger braucht man aber auch Organisationstalent, wir arbeiten eng mit Ärzten zusammen und müssen uns mit Medikamenten und Verbänden auskennen. Wichtig ist auch die Aktivierung der Bewohner, also Menschen mit möglichst minimaler Hilfestellung in die Lage zu versetzen, Dinge selbst tun zu können. Um das zu beherrschen, muss man sich regelmäßig fortbilden.

Es wird viel über die Rahmenbedingungen für den Pflegeberuf diskutiert. Was sollte sich Ihrer Meinung nach ändern?

Nun, die Bezahlung könnte sich sicherlich noch verbessern (lacht). Im Ernst, was ich mir wünsche wäre, einen weniger straffen Zeitplan für unsere Arbeit. Also dort wo es nötig ist, auch mal mehr Zeit mit einem Bewohner verbringen zu können.

Quelle: Badischer Landesverein für Innere Mission / Jonas Moosmüller
Und warum gehen Sie trotzdem jeden Tag gerne zur Arbeit?

Oft steckt in unseren Bewohnern viel mehr, als man auf den ersten Blick erwartet. Hier leben Menschen mit schwerer Demenz. Trotzdem gelingt es ab und zu, sie etwas zu „kitzeln“ und plötzlich kann man sich richtig unterhalten, hört Erinnerungen aus ihrem Leben. Das sind schöne und ziemlich emotionale Momente – vor allem für die Bewohner selbst. Mir gefällt auch, dass ich hier täglich in Kontakt mit Menschen bin, die ich sonst nie kennenlernen würde.

Das heißt, Sie würden eine Ausbildung im Friedensheim weiterempfehlen?

Auf jeden Fall. Das Friedensheim ist eine moderne Einrichtung und gleichzeitig sehr familiär. Jeder kennt hier jeden und bei Sorgen und Nöten findet man immer ein offenes Ohr – sei es bei Kollegen oder bei der Leitung.