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Ansprechpartner
Remus Pepene; Quelle: Badischer Landesverein für Innere Mission
Remus Pepene
Stationäre Jugendhilfe
Telefon: 07252 / 587-113

Hohberghaus-Info 2/2018

Hohberghaus-Info 2/2018.pdf

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Verselbstständigung

Unser Angebot:

Hilfe zur Erziehung in einer Wohngruppe oder Verselbstständigungsgruppe nach §§ 27 / 34, bzw. § 41 SGB VIII.
 

Zielgruppe:

Mädchen ab 16 Jahren, die einen gewissen Grad an Selbstständigkeit erreicht haben und nicht mehr in ihrer Familie leben können oder aus einer stationären Wohngruppe herauswachsen.
 

Rahmenbedingungen:

Innerhalb unserer Verselbstständigung leben jeweils vier junge Frauen in Form einer Wohngemeinschaft zunächst gemeinsam in einer Wohnung. Jede bewohnt ein eigenes Zimmer; Wohnzimmer, Bad und Küche werden von allen genutzt.

Vor dem Umzug erfolgen Gespräche mit der abgebenden Wohngruppe und dem Mädchen, bzw. bei einer Neuaufnahme gibt es ein Vorstellungsgespräch. Die jungen Frauen erhalten beim Einzug einen eigenen Wohnungsschlüssel. Sie lernen, mit Hilfestellungen der Betreuerinnen einen eigenen Tagesablauf zu entwickeln, sich selbst zu versorgen, Absprachen untereinander zu treffen, und sie sind gemeinschaftlich für die Pflege der Räumlichkeiten zuständig.

Wenn die jungen Frauen mehr Freiraum benötigen, um Selbstständigkeit und Eigenverantwortung weiter einzuüben, haben sie innerhalb dieser Verselbstständigungsgruppe die Möglichkeit, in eine kleine Wohnung auf unserem Heimgelände umzuziehen. Sie lernen in diesem Schritt die Vor- und Nachteile des alleine Wohnens kennen und werden intensiv auf die kommende Lebenssituation – dem Betreuten Wohnen – vorbereitet.
 

Betreuung:

Die Betreuung erfolgt im Gruppenkontext und in Einzelkontakten an sieben Tagen in der Woche. Jede junge Frau hat feste Lernzeiten, die individuell vereinbart und von einer Betreuerin begleitet werden. Alle zwei Wochen findet ein Gruppenabend statt, jeden Samstag ein gemeinsames Frühstück.

Erreichen die jungen Frauen ein höheres Maß an Selbstständigkeit und werden auf das Betreute Wohnen vorbereitet, erfolgt die Betreuung an fest vereinbarten Terminen. Diese finden in der Regel zwei bis drei Mal in der Woche statt. An den Wochenenden erfolgt keine gezielte Betreuung. Darüber hinaus haben die jungen Frauen die Möglichkeit, bei Bedarf rund um die Uhr eine Mitarbeiterin kurzfristig zu erreichen.
 

Ziele:

Ziel der Verselbstständigungsgruppe ist die Verselbstständigung der Jugendlichen in allen Bereichen. Erste Erfahrungen des Jugendlichen in alltagspraktischen Angelegenheiten, im Umgang mit Behörden, im Umgang mit Krisen, in der Gestaltung des Tagesablaufes, in beruflicher Hinsicht und im Umgang mit sich selbst und anderen werden unterstützt und begleitet. Die Intensität und Dauer der Betreuung in den einzelnen Lebensbereichen richtet sich nach den bereits vorhandenen Fähigkeiten.

Die Betreuung wird mit der Zeit immer individueller auf den Einzelnen zugeschnitten, die Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen und Gruppenkontexte spielen weiterhin eine Rolle, nehmen aber im Laufe der Zeit ab.

Grundsätzlich erfolgt die Begleitung von tatkräftiger Hilfestellung über gemeinsames Vor– und Nachbesprechen bis hin zur Beratung.

Die Einbeziehung der Eltern und sonstigen Bezugspersonen und die Auseinandersetzung mit diesen Beziehungen spielen in der Begleitung der Jugendlichen ebenfalls immer wieder eine Rolle.